19. August 2017

Eine Gartenreise die ist schön.. Garten Nr. 2: Garten Alst in Brüggen von Torsten Matschiess



Noch am selben Tag machten wir auch im schönen Brüggen halt, um (endlich) den Garten von Torsten Matschiess zu besuchen. Diesen Garten wollte ich mir schon lange mal anschauen, hatte ich doch bereits vor zwei Jahren darüber berichtet: KLICK
Torsten und seine Freundin Daniela haben aus einem Stück Land (8200 m2) etwas ganz Besonderes gemacht:



Einen pflegeleichten Garten, der zum Staunen und Träumen einläd.

Unten: Alcea "Parkfrieden" (Stockrose), welche Jahr für Jahr wieder kommt, umgeben von Calamagrostis x acutiflora (Garten-Reitgras).


Jetzt, Ende Juli/Anfang August, haben Eupatorium (Wasserdost), Sanguisorba (Wiesenknopf) und Polygonum (Kerzen-Knöterich) ihre Blütezeit und viele Gräser schauen besonders schön aus.
Vorallem in der Abendsonne.



Immer wieder entdeckt man eine Sitzgelegenheit zum Verweilen. Wobei Torsten sagt, dass er lieber durch den Garten streift.



Auch Sanguisorba hakusanensis "Lilac Squirrel" (Wiesenknopf) gibt es hier in Hülle und Fülle. Die Kombination mit den Gräsern (hier Deschampsia) unten gefällt mir besonders gut.


Die Gaura (Prachtkerze) gibt ihr Bestes an einem Sitzplatz mit Blick auf ein Feld.



Unten: Veronicastrum virginicum "Lavendelturm" (Kandelaber-Ehrenpreis).


Wer möchte hier nicht auch gerne ein Päuschen einlegen?


Nochmal vielen Dank an Torsten für die interessante Führung, die vielen Erzählungen und Details. Es hat Spaß gemacht und wird meinem Mann, meinem Sohn und mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. 

In seinem Buch "Avant Gardening" erzählt er übrigens auch aus seinem Garten mit vielen schönen Bildern. Einer meiner Buchtipps an euch.

Eure Tatjana <3

P.S. Danach ging es weiter Richtung Niederlande. Welcher Garten wird der nächste sein? ;)

Hier gehts zum Garten Nr. 1: Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim

16. August 2017

Eine Gartenreise die ist schön.. - Garten Nr. 1: Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim

Schon länger mal wollte ich so eine Reise machen und wie es der Zufall wollte, verband ich sie mit unserem Urlaub Anfang August. Auf dem Weg nach Groningen (Niederlande) machten wir eine kleine Pause im schönen Weinheim mit seinen Fachwerkhäusern. Der Garten liegt urgemütlich inmitten der Stadt. Drumherum gibt es immer wieder Parkbereiche und hier und da ein Tor in den Sichtungsgarten Hermannshof.


Hier der Präriegarten, der dem aus Amerika nachempfunden wurde. Wie auf dem Schild zu lesen war sind Prärien, ähnlich wie die vorsommerblühenden Steppen Eurasiens, weitgehend baumfreie Graslandschaften. Ursprünglich besiedelten sie große Teile des zentralen Nordamerikas bis zum Fuße der Rocky Mountains. Je nach Wasserversorgung und Wuchshöhe unterscheidet man drei unterschiedliche Vegetationstypen:

Hochgrasprärie
Mischgrasprärie
Kurzgrasprärie

Die Hochgrasprärie ist der üppigste Prärietyp, der von schön blühenden Staudenarten und über mannshohen Gräsern geprägt wird. Die meisten Pflanzen erreichen erst im Hochsommer ihre volle Höhe und Blütenentwicklung. Im Präriegarten werden auf 1500 m2 Fläche 300 typische Pflanzenarten der Hoch- und Mischgrasprärie vorgestellt. Es ist eine unter ästhetischen Apekten gestaltete Pflanzung, keine "kopierte Prärie".





Die Wege sind fast alle abgerundet, so dass man nicht gleich sieht, was einen erwartet.





In einem weiteren Beet kann man Monarda-, Veronicastrum-, Lythrum- und Phloxkombinationen bestaunen.






Die Freiflächen (hier der Trockenbereich) wurden auch sehr schön bepflanzt.



Eintritt und Öffnungszeiten

Wir waren am 31.7. dort und der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten sind von April bis September von 10 - 19 Uhr. Im Winterhalbjahr gibt es geänderte Öffnungszeiten, die man auf der Homepage nachlesen kann.

Sichtungsgarten Hermannhof und Weihenstephan im Vergleich

Mir selber gefällt der Hermannshof sehr gut und wenn man ihn mit dem Sichtungsgarten Weihenstephan vergleicht, dann ist er etwas verspielter und es wird mehr auf Pflanzenkombinationen Wert gelegt. In Weihenstephan steht eher die Sichtung der Pflanzen im Vordergrund. Die Beete sind dort quadratisch angelegt, aber trotzdem sehr schön.

Wenn es klappt, würde ich gerne mal im Mai zur Strauchpfingstrosenblüte wieder kommen. Und etwas mehr Zeit mitbringen um das schöne Städtchen anzuschauen.

Im nächsten Beitrag geht es weiter mit Gartenstation Nr. 2.. lasst euch überraschen!

Eure Tatjana <3

12. August 2017

Mandarinen-Schmand-Kuchen backen



Letztens habe ich in einem Cafe einen so leckeren Mandarinen-Schmandkuchen gegessen, dass ich ihn unbedingt nachbacken mußte! Und wann passt das besser als an einem Regenwochenende :)
Also ab in die Küche..

Zutaten:
100g Butter, zimmerwarm
1 Ei
200g Mehl
80g Zucker
1 TL Backpulver
1 Pk. Vanillezucker
0,5l Milch
2 Pk. Puddingpulver, Sahne-Geschmack
150g Zucker
1 Prise Salz
2 kleine Dosen Mandarinen
3 Becker Schmand

Zuerst stellst du einen Mürbeteig her: Die Butter, dem Ei, dem Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel verrühren. In einer zweiten mischt du das Mehl mit dem Backpulver und gibst das Gemisch in die erste Schüssel. Gut vermengen bis ein schöner Teig entsteht. Diesen für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. 

Derweil kannst du 2 EL von dem Zucker und das Puddingpulver in einer Tasse vermischen. Von der Milch ca. 10 EL dazu löffeln und verrühren, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind.
Die restliche Milch gibst du in einen kleinen Topf und erhitzt sie zusammen mit dem Zucker. Eine Prise Salz dazugeben und warten bis sie kocht. Immer wieder umrühren, sonst brennt sie an.
Wenn sie kocht, den Topf von der Herdplatte nehmen und das Puddingpulver unterrühren. Noch ein bischen weiterrühren und abkühlen lassen. Die Mandarinen abtropfen lassen.

Nun kannst du den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und den Teig ausrollen. Diesen anschließend in die Backform (ca. 26 cm Durchmesser) legen und einen Rand formen. Ich bin immer zu faul und gebe den Teig unausgerollt in die Form und drücke mit der Hand alles glatt. Geht auch :)

Den Schmand und die abgetropften Mandarinen unter den Pudding mischen und auf den Teig geben.
Schön glatt streichen, denn so bleibt der Teig. Er verformt sich nicht mehr.
Für ca. 60 Minuten in den Ofen geben.

Fertig :)

Eure Tatjana <3






6. August 2017

Botanischer Garten München-Nymphenburg Anfang Juli

Nach bestimmt 7-8 Jahren war ich nun endlich wieder im Botanischen Garten München. Man muß dazu sagen: ich arbeite in München und fahre daher jeden Tag dorthin. Und trotzdem..

Als eine liebe Kollegin zum Grillen zu sich einlud, nutzte ich die Chance und schaute mir vorher diesen wundervollen Garten an.

Es sind immer wieder weiße Pavillons zu sehen, was dem Ganzen etwas Eleganz verleiht.
Sehr schön fand ich gleich zu Beginn die Staudenbeete mit Phlox, der gerade zu blühen begann:





Etwas weiter entdeckte ich ein Präriebeet:




Und wieder ein Pavillon:


Neben dem Phloxbeet konnte man ein gelbes Staudenbeet bewundern:


Die gelbe Riesenflockenblume will ich noch unbedingt in meinen Garten pflanzen. Ich bewundere sie schon länger:




Ganz formal zeigt sich der Teich im Schmuckhof:

Etwas weiter westlich ist das Insektenpavillon mit vielen bienenfreundlichen Pflanzen:





Ein Weg wurde nach dem Direktor des ersten Botanischen Garten Münchens benannt:


Inklusiv Statue..


Hier nochmal der Schmuckhof mit seinen blühenden Pflanzen. Im Hintergrund das Botanische Institut.


In der ökologisch-genetischen Abteilung (laut Plan) durfte man weitere Stauden und Gräser bestaunen. Viele wuchsen in gewässerten Kästen.



Der Rosengarten ist auch nicht zu verachten. Im Hintergrund wieder das Botanische Institut.






Es gab auch ein schönes Taglilienbeet. Leider waren viele schon verblüht.


Und zum ersten mal seit meiner Schulzeit ging ich wieder in ein Gewächshaus. Es hat sich gelohnt..






Es gab 12 geheimnisvolle Türen zu verschiedenen tropischen Bereichen wie zb das Baumfarnhaus:



Erstaunt las ich an einer Türe "Kalthaus". Kalthaus? Wie angenehm bei der Hitze dachte ich..


Dort gab es viele verschiedene Fuchsien. Laut Infoflyer gibt es dort im Winter Kamelien und Azaleen zu sehen und im Sommer Fuchsien.




Es gab noch viele weitere Türen die zb zum Orchideenhaus, Mexikohaus, oder Wüstenpflanzen führten. Alles sehr spannend und in einem liefen sogar Schildkröten frei herum.

Der Botanische Garten München ist noch viel größer und beherbergt unter anderem eine Farnschlucht, eine Garchinger Heide, ein Moor, ein Alpinum, einen großen Park, einen Irisgarten, einen Rhododendronhain, ein Alpinenhaus usw. usw.

Eure Tatjana <3